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Unilever

Maximilian Berenbrok
Supply Chain Management

Praktikant in der Supply Chain bei Unilever

10.07.2009
Liebe Alle,

what good is a blog when you don't know who wrote it?

Alle Eindrücke, die ich bis jetzt während meines Praktikums bei Unilever gewonnen habe sind natürlich subjektiv. Hier also erst einmal ein paar Eckpunkte über mich zum besseren Verständnis:

Vor zwei Monaten bin ich mit der Schule fertig geworden, den Abschluss habe ich in England gemacht. Da ich noch vor dem Studium einige Praxis- Erfahrungen sammeln wollte und außerdem nicht bis zum Studienanfang vier Monate gar nichts tun wollte, habe ich mich für ein zweimonatiges Praktikum in meiner Heimatstadt Hamburg bei Unilever entschieden. Obwohl es noch nicht sicher ist, ob ich BWL oder eine andere rein wirtschaftliche Ausbildung anstrebe, habe ich die feste Absicht später in ein Unternehmen zu gehen.

Die wenigsten Praktikanten bei Unilever sind allerdings so jung wie ich: Die meisten sind entweder mit dem Studium schon fertig oder schreiben gerade ihre Diplomarbeit. Die wenigsten Praktikanten sind auch in der Supply Chain Abteilung, die meisten sind im Marketing, Brand Building oder Leadership Development. Alle Praktikanten treffen sich jedoch relativ häufig zu einem von ihnen selbst organisierten 'Praktikanten Lunch' und können sich dort austauschen.

Der vorige Absatz offenbart schon eine grundsätzliche Eigenschaft von Unilever: die 100-prozentig internationale Ausrichtung. Jede Abteilung, jede Arbeitsgruppe und jedes Meeting hat englische Bezeichnungen, Mitarbeiter sprechen am Telefon oft Englisch und vielen Mitarbeitern, denen man begegnet, merkt man einen starken englischen (oder holländischen) Akzent an, wenn sie Deutsch sprechen. Da ich gerade aus England gekommen bin gefällt mir dieses internationale und dadurch weltoffene Arbeitsklima besonders gut. 

Die Einführung am berüchtigten 'ersten Tag' hat mich natürlich mit vielen neuen Namen und Begriffen erst einmal etwas ins kalte Wasser geworfen, doch spätestens nach der ersten Woche hat man sich sehr gut eingelebt. Dabei hilft aus meiner Sicht auch der Umstand, dass alle Mitarbeiter jederzeit den Neuen für Fragen zur Verfügung stehen. Dadurch verteilt sich die Arbeitslast der Einführung und setzt nicht einen Mitarbeiter vollkommen außer Gefecht. Außerdem lernt man so verschiedene Mitarbeiter (und deren Aufgaben) in der Abteilung besser kennen - und fühlt sich zudem gut 'aufgenommen' als Neuer. 

Die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter ist für mich auch ein Zeichen dafür, dass sich die allermeisten bei Unilever sehr wohl fühlen: Die Kantine ist gut, der Arbeitsplatz voll ausgestattet, die Langnese-Tiefkühltruhe mit Eis gefüllt, an dem sich jeder Mitarbeiter jederzeit kostenlos bedienen kann, das neue Gebäude in der Hafencity aufregend modern und auch der gute Kaffee verdient eine Erwähnung. Noch mehr ist bestimmt das gute Arbeitsklima entscheidend, das aus meiner Sicht zwischen Chefs und Mitarbeitern durchweg locker und freundlich ist: Auch auf einen Praktikanten wird von fast keinem herabgeschaut...;)

Das für mich Entscheidenste ist jedoch, dass mir als Praktikant richtige Arbeit zugeteilt wird: kein Kaffeeholen, kein Kopieren, keine reinen 'Übungsaufgaben'. Mein Vorgesetzter versorgt mich konstant mit Arbeit - und wenn er gerade beschäftigt ist, erledige ich Aufgaben für andere Kollegen, die von sich aus auf mich zukommen. Das hat drei Vorteile: Erstens, habe ich mit jeder erledigten Aufgabe das Gefühl, jemandem Arbeit abgenommen zu haben, also etwas Produktives getan zu haben und damit für die Abteilung 'nützlich' gewesen zu sein. Zweitens, gibt diese Arbeit eindeutig den 'Learning by doing'-Effekt - der einen erleichternden Wechsel nach mehr als einem Jahrzent Schule bietet. Drittens, verfliegt so die Zeit bei Unilever: Langeweile kommt nicht auf und den Feierabend um 5/halb 6 kann man richtig genießen.

Wer bis hierhin vorgedrungen ist: Ich entschuldige mich für die Länge dieses Beitrags, die ich dadurch erklären möchte, dass ich mich am Ende meines Praktikums befinde (noch eine Woche) und so die Zeit, in der ich nicht in diesem Blog geschrieben habe nachholen muss. Jetzt auch schon eine kurze Bilanz:

Das Arbeitsklima ist gut, die Aufgaben interessant und vielfältig. Gelernt habe ich vor allem etwas über die Ups und Downs des tatsächlichen Berufslebens (und die Arbeit in einem riesigen Unternehmen), aber auch Spezifisches über die Arbeit in der Supply Chain und Technisches: viel Excel, Power Point und SAP! Auch die anderen Praktikanten sind in ihren Abteilungen meines Wissens nach recht zufrieden. Ein Praktikum bei Unilver kann ich also guten Gewissens weiterempfehlen. 

Noch eine letzte Antwort auf eine (für mich wichtige) Frage: Warum schreibe ich in diesem Blog? Nicht weil ich ein gestörtes Mitteilungsbedürfnis habe (was ich selbst noch vor kurzem über die meisten Blogger dachte), sondern weil mir selbst Blog-Beiträge in letzter Zeit - bei der Uni-Suche - sehr geholfen haben. Jetzt ergreife ich mit diesem Beitrag die Chance das Internet durch meine eigenen Erfahrungen zu bereichern und andere davon profitieren zu lassen, wie ich selbst von den Uni-Blogs profitiert habe. 

Grüße aus der Hafencity!

Max
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